Neubau

 

 

Um den Neubau der Käserei Engelberg AG ist es in der Öffentlichkeit etwas ruhiger geworden. Das bedeutet aber nicht, dass nichts läuft – im Gegenteil. Der Quartierplan des Gebiets Espen ist zurück von der Vorprüfung und wird nun offiziell eingereicht. Mit der neuen Käserei soll eine Vision wahr werden.

 

SCHON LÄNGER TRÄUMT DER INHABER WALTER GROB DAVON, SÄMTLICHE MILCH DER ENGELBERGER KÜHE IM TAL VERARBEITEN ZU KÖNNEN. IN DEN VERGANGENEN FÜNF JAHREN KONNTE DIE JÄHRLICH IN DER KÄSEREI VERARBEITETE MENGE MILCH VON 650'000 LITERN AUF EINE MILLION LITER GESTEIGERT WERDEN. DOCH NOCH IMMER VERLASSEN 1,4 MILLIONEN LITER ENGELBERGER MILCH PRO JAHR DAS DORF, UM AUSWÄRTS VERARBEITET ZU WERDEN. NEBST DEM VERMEIDEN DER UNNÖTIGEN LOGISTIK PROFITIEREN DIE EINHEIMISCHEN BAUERN BEI EINER VERARBEITUNG IN DER KÄSEREI ENGELBERG VON EINEM BESSEREN MILCHPREIS.

 

Die neue Käserei im Gebiet Espen wird so geplant, dass die Kapazität für die Verarbeitung sämtlicher Engelberger Milch reichen würde. Dass Walter Grob diesen Traum seit Jahren antreibt, kommt nicht von ungefähr. Er ist als Bauernbub aufgewachsen und erlebte als 13-Jähriger, wie es ist, wenn die Dorfkäserei geschlossen wird. Sein Vater organisierte schliesslich, dass die Bauern die Milch im Nachbardorf abliefern konnten und war gleich auch für den Transport besorgt. Sobald Walter die Traktorprüfung hatte, fuhr er mit der Milch aller Bauern aus seinem Dorf zur Käserei. Die Wichtigkeit einer eigenen Dorfkäserei hat er sozusagen eingeimpft bekommen – in Engelberg möchte er nun mit dem Neubau die Zukunft der Käserei sichern.